Als ich heute Morgen aus dem Fenster sah, lag Schnee auf dem Boden. Wir befinden uns mitten im Mai. Selbst in Norwegen, wo ich gerade bin, ist das ungewöhnlich.

Ich spürte Widerstand in mir. „So soll es nicht sein“, dachte ich mir. Ich fror schon die ganze Woche und wehrte mich gegen die Kälte.

Als ich dann vor einem schneebedeckten Kirschbaum stand, musste ich an Byron Katie (Autorin von Lieben was ist) denken. Sie inspirierte mich zur folgenden Frage:

Wie würde ich diese Situation erleben, wenn es mir nicht möglich wäre, zu denken: „Es sollte nicht so sein.“

Plötzlich wich die Schwere von mir und ich sah die Schönheit um mich herum. Die Wolken erzeugten ein Lichtspiel und der nasse Boden glitzerte. Die Kälte störte mich nicht länger und den Kirschbaum scheinbar auch nicht. Plötzlich hatte ich viel mehr Energie als zuvor.

Wie oft sind wir im Widerstand, ohne dies überhaupt wahrzunehmen? Wie viele Situationen nehmen wir unwillig hin?

Widerstand ist oft die Grundlage für Stress, er sorgt dafür, dass Stresshormone ausgeschüttet werden. Wir machen oft große Ereignisse dafür verantwortlich, dass wir uns gestresst fühlen. Das Bewusstsein, dass uns zusätzlich viele kleine und alltägliche Situationen belasten, fehlt uns oft. Das können Kleinigkeiten wie der Straßenverkehr, das Wetter oder Ärger mit Kolleg*innen sein. Manchmal scheint es mir, als ob wir unsere „Widerstände“ mit voller Absicht hegen und pflegen, ohne zu reflektieren, dass sie nicht gut für uns sind.

Von welchen unnötigen Stressfaktoren kannst du dich befreien, indem du sie vollkommen akzeptierst? Beginne mit den kleinen Dingen, so bekommst du mehr Energie für die größeren Herausforderungen.

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